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20.06.2018

Chemiemüll unter Kinderspielplatz

Basler Umweltamt in der Kritik

Basler Strassenschild stimmt so nicht: Auch beim Spielplatz Ackermätteli liegt der Altrheinweg und der Chemiemüll darunter nicht auf dem aufgefüllten Rheinarm. Foto: AefU
Strassenschild Altrheinweg

Der Chemiemüll unter dem Kinderspielplatz ‹Ackermätteli› in Basel gehöre untersucht, sagt der pensionierte Leiter der heutigen Abteilung Gewässerschutz im Basler Umweltamt. Er widerspricht damit seinem Nachfolger, der dies nicht für nötig hält. Recherchen der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) bringen zudem weitere Ungereimtheiten ans Licht.

AefU-Medienmitteilung

20.06.2018 – AefU-Kartenkombination: Auch der Chemiemüll beim Spielplatz Ackermätteli in Basel liegt nicht auf dem aufgefüllten, alten Rheinarm.

Medienecho


22.11.2017

Basel: Chemiegelände soll zu Wohngegend werden

Tausende Tonnen Chemikalien versickert?

Ein zukünftiges Wohnquartier? Blick in die Areale 3 und 6 des Chemiegeländes Klybeck von BASF und Novartis in Basel. Foto: AefU

Das brachliegende Chemiegelände ‹Klybeck› im Norden Basels soll zu einem Stadtteil umgenutzt werden. Weite Teile des Bodens und die Mauern vieler Gebäude sind jedoch mit Chemikalien verschmutzt, wie die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) schon letzte Woche mitteilten. Firmeninterne Dokumente, die den AefU vorliegen, zeigen nun das mögliche Ausmass der Schadstoffbelastung. Die Chemie- und Pharmakonzerne BASF und Novartis sind Besitzer des Areals und für die giftige Hinterlassenschaft der Vorgängerfirma Ciba-Geigy verantwortlich. Sie räumen zwar ein, das Gelände sei verschmutzt, sehen bisher aber keinen Handlungsbedarf.

Medienmitteilung

Medienecho

Parlamentarische Vorstösse


Interne Dokumente der Basler chemischen Industrie zum Chemiegelände ‹Klybeck› von BASF und Novartis in Basel:

• 18.04.2002 – Ciba SC: Werkkomitee Klybeck, Sitzung 01/2002 vom 26.03.2002 

• 04.05.2001 - Ciba SC: Altlasten Klybeck, Resultat Grundwasserpumpversuch im Abstrom des Lecks bei K-352 ("Hot spot") 

• 1999 – Unbekannt: Abschätzung der Abwasser-Mengen/lnhaltsstoffe in den alten Produktionsbetrieben im Areal 3

• 1988 - CSD/Ciba-Geigy: Figur 71: Altlasten, firmen-interner Plan, aus: Werk Klybeck Basel, Grundwasser, hydrogeologischer und hydrochemischer Bericht, Kompilation

• 08.1982 - Ciba-Geigy: Werk Klybeck Basel, Situation Kanalisation WAI (später WAR), Sanierungen Areal 3/6

• 03.04.1973 - Ciba-Geigy: Protokoll No. 9 der Oe-TE Leitungsbesprechung vom 2.4.1973


15.11.2017

Basel: Chemieareal soll zu Wohnraum werden

Zuerst sanieren, dann planen

Chemiegelände soll zum Wohnquartier werden: Das Klybeck-Areal von BASF und Novartis mit dem problematischen Produktionsbau K-90 (rechts). Foto: AefU

Im Norden Basels soll auf einem Chemieareal ein neuer Stadtteil entstehen. Die Bevölkerung ist aufgerufen, ihre Zukunftspläne einzubringen. Die AefU sind beunruhigt, mit welcher Nonchalance die Chemie- und Pharmakonzerne BASF und Novartis sowie die kantonalen Behörden die Planung des Areals vorantreiben. Firmeninterne Dokumente legen eine Verschmutzung mit problematischen Chemikalien nahe. Die AefU fordern, das Ausmass der Belastung offenzulegen und einen umfassenden Sanierungsplan in die öffentliche Vernehmlassung zu geben, bevor weiter geplant wird.

Medienmitteilung

08.1982 - Ciba-Geigy: Werk Klybeck Basel, Situation Kanalisation WAI (später WAR), Sanierungen Areal 3/6, Ciba-Geigy interner Plan

1988 - CSD/Ciba-Geigy: Figur 71: Altlasten, firmen-interner Plan, aus: Werk Klybeck Basel, Grundwasser, hydrogeologischer und hydrochemischer Bericht, Kompilation


Medienecho


   

Oekoskop 4/17:

Wird in Basel ein Stadtteil auf Chemie gebaut?