Anstatt die behördlichen Unfallszenarien auftragsgemäss mit einem schweren Atomunfall wie in Fukushima zu ergänzen, erklärt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) einen solchen Unfall schlicht als «so unwahrscheinlich», dass der Aufwand für den Notfallschutz der Bevölkerung «nicht mehr angemessen» sei. Darum müsse der Schutz der Bevölkerung bei einem solch schweren Atomunfall nicht geplant werden. Peinlich nur: das Ensi stützt sich dabei auf veraltete, internationale Vorgaben. Dies geht aus einem internen Ensi-Dokument hervor, das die AefU heute veröffentlichen.
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Strahlenbelastung
AKW Mühleberg abschalten
Fukushima in Mühleberg – was wenn?
185’000 Menschen im Gebiet von Mühleberg über Bern und Sursee bis zur Reuss müssen ihre Häuser für immer verlassen. 10’000 km2 Land sind kontaminiert. Das entspricht einem Viertel der Fläche der Schweiz. Der Aufenthalt am Bielersee ist gefährlich: Der See strahlt über Jahrzehnte stark radioaktiv. Passiert Fukushima im AKW Mühleberg, sind weite Teile der Schweiz zerstört. Dies zeigt der neueKurzfilm «Was passiert, wenn Fukushima in Mühleberg geschieht?», den die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU), die Ärztinnen und Ärzte für soziale Verantwortung (PSR/IPPNW) sowie Greenpeace heute an einer Medienkonferenz in Bern präsentierten. Deshalb gehört der Altreaktor in Mühleberg sofort abgeschaltet.
Weiter →Trübe Aussichten für klares Wasser? – die AefU-Tagung zum Gold der Zukunft
«Wasser ist Leben». Damit brachte der Soziologe Ueli Mäder von der Uni Basel den Zusammenhang zwischen Wasser und Gesundheit auf den Punkt. Über 60 HörerInnen besuchten die AefU/THP-Fortbildung «Trübe Aussichten für klares Wasser? – die AefU-Tagung zum Gold der Zukunft» am 6. Juni 2013 in Solothurn. Welcher Zusammenhang besteht zwischen Wasser, Macht und Gesundheit? Wie wirken sich Wasserlandschaften auf die Gesundheit aus – etwa die vom Menschen geschaffenen Plastik-Müllstrudel im Meer? Warum entstanden aus der Kanalisation als Mittel zur Seuchenbekämpfung im 19. Jahrhundert die heutigen Hightech-Kläranlagen? Neun ReferentInnen setzten sich in kurzen, meist prägnanten Referaten mit diesen und ähnlichen Fragen auseinander.
Abstracts und Präsentation