Sauberes Trinkwasser ist für uns in der Schweiz selbstverständlich – doch diese Sicherheit ist bedroht. Pestizide und z. B. die Ewigkeitschemikalien PFAS belasten unsere Gewässer. Studien zeigen: Sie gefährden unsere Gesundheit und die Natur.
Trotzdem werden im Bundeshaus laufend politische Vorstösse eingereicht, die den Schutz unseres Wassers schwächen. Das ist verantwortungslos.
Wir fordern Bundesrat und Parlament auf, unser Trinkwasser konsequent zu schützen. Unterschreiben Sie den Appell – für den Schutz unserer Gesundheit und für sauberes Wasser.
Herbizid
Massnahmenplan zur Senkung der Pestizidbelastung zeigt keine Wirkung
Der Limpach (Kanton Solothurn) enthält einen wahren Pestizidcocktail. Die Grenzwerte von 15 Pestiziden sind bis zu 11-fach überschritten. Das zeigt die Auswertung der Analyseergebnisse, deren Herausgabe das Amt für Umwelt gegenüber der Sonntagszeitung verweigert hatte, durch die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU). Der Limpach ist seit 20 Jahren ein massiv belastetes Gewässer und ist es weiterhin. Die Pestizidverbots- und die Trinkwasserinitiative zeigen den Ausweg. Die AefU empfehlen 2xJA zu den Initiativen am 13. Juni 2021.
Weiter →Pestizide: Pflanzenschutz oder Gift? Eine AefU-Tagung
Welche gesundheitlichen Konsequenzen haben die Pestizide? Was sind die Konsequenzen für Fisch, Vogel und Insekt? Schaden diese Mittel mehr als sie schützen ? Umfassende Antworten zu diesen Fragen erhielten über 60 HörerInnen am «26. Forum Medizin und Umwelt» zum Thema «Pestizide: Pflanzenschutz oder Gift?» der AefU am 23. Mai in Solothurn.
Abstracts und PräsentationDemnächst mehr Pestizide auch im Trinkwasser?
Unsere Bäche, Flüsse und Seen sollen bald massiv mehr Pflanzenschutzgifte schlucken. Bis zu 10’300 Mal höhere Grenzwerte als heute sollen gelten. Das geschah still und leise bereits bei den Altlasten. Fallen die generellen Pestizid-Limiten jetzt auch bei den Gewässern, dürften sie beim Trinkwasser ebenfalls nicht mehr lange unangetastet bleiben. Das hiesse: Mehr Gift im Trinkwasser. Pestizide aber haben im Trinkwasser nichts zu suchen.
Weiter →«Die Zulassungsbehörden haben ihren Job nicht gemacht»
Christopher Portier war Experte bei der Internationalen Krebsagentur (IARC), als sie das weltweit am häufigsten verwendete Unkrautbekämpfungsmittel 2015 als ‹wahrscheinlich krebsfördernd› einstufte. Dies veranlasste die Europäischen Behörden, ‹Glyphosat› zu überprüfen. Ihr Fazit, das auch der Bundesrat teilt: Das Herbizid sei unproblematisch. Die behördliche Überprüfung aber weist gemäss Portier schwere wissenschaftliche Mängel auf. Im Interview mit OEKOSKOP warnt er vor aufgeweichten Kriterien bei der Krebs-Evaluation.
Weiter →Wissenschaftliche Sachlage und Protest erzielen Wirkung!
Vorerst hat die Vernunft gesiegt: Der Entscheid über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat wurde heute in Brüssel verschoben. Greenpeace, die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) sowie die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) begrüssen diese Entwicklung.
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