AktuellThemenOekoskopForum Medizin & UmweltShopdie AEFUKontakt
 
               
 



 

AefU-News zum Thema Atomstrom

27.09.2017

Gesamtnotfallübung Atomunfall beim AKW Mühleberg, 26. bis 28.9.2017

Notfallschutz ohne die zu schützende Bevölkerung

Atomkatastrophen-Übung des Zivilschutz Basel-Stadt 2016: Szenenbild auf einem Parkplatz.

Erneut lässt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) jene aussen vor, die es bei einem Atomunfall schützen soll: Die Masse der Menschen fehlt auch bei der diesjährigen sogenannten ‹Gesamt›notfallübung (GNU), die das BABS beim Atomkraftwerk Mühleberg gerade durchführt. Weitgehend unter sich bleiben die Führungsorgane auch, wenn sie diesmal den «Übergang in die Bewältigung der (...) Unfallfolgen in den ersten Tagen nach dem Unfall» üben werden. Das ist absurd. Ausserdem haben die Behörden den momentan beübten Atomunfall ihren Möglichkeiten angepasst. Sie wollen das beschönigte Unfallszenario als Basis für den Bevölkerungsschutz auch in der revidierten Notfallschutzverordnung festschreiben.

Medienmitteilung

Hintergrundinformationen zum Notfallschutz bei Atomunfällen:
AefU-Vernehmlassung zur Notfallschutzverordnung bei Unfällen in Atomkraftwerken, 25.9.2017

• Atomunfälle: Ist der Notfallschutz bereit?, OEKOSKOP 3/16

• AefU-Factsheet «Schwerer Atomunfall und Tiere»

Medienecho

AefU-News zum Thema Atomstrom


21.05.2017

Nach dem erfreulichen JA zur Energiestrategie:

NEIN zur Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Beznau

Das veraltete Atomkraftwerk Beznau im Kanton Aargau. Foto: AefU

Beznau 1 ist mit 47 Jahren das älteste Atomkraftwerk (AKW) der Welt. Es steht seit zwei Jahren still. Jetzt will es der Stromkonzern Axpo wieder anschalten – trotz Rissen in der Sicherheitshülle, Korrosionsschäden, Erdbeben und Hochwassergefahr. Sagen auch Sie NEIN zur Wiederinbetriebnahme des AKW Beznau.
Unterzeichnen Sie die Petition. Danke

Petition NEIN zur Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks Beznau

Oekoskop 3/16: Atomunfall in der Schweiz – Ist der Notfallschutz bereit?


18.02.2017

Atomkraftwerk Leibstadt: Seit Jahren Brennelementschäden

Foto: Greenpeace

Die Betreiber des Atomkraftwerk (AKW) Leibstadt und die Atombehörde ENSI kommen immer stärker unter Druck. Denn: In Leibstadt gibt es seit Jahren Brennelementschäden. Dass es sich um Schäden wegen einer ungenügenden Kühlung handelt dürfte die Atomaufsicht ENSI lange Zeit nicht erkannt haben. Dies zeigen jetzt die beiden renommierten Atomspezialisten Marcos Buser und Walter Wildi in einer Recherche auf. Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) fordern, dass das Atomkraftwerk Leibstadt sofort wieder abgeschaltet wird. Sein Betrieb ist zu gefährlich.

17.02.2017 - Marcos Buser u. Walter Wildi: Albtraum «Dryout» 

13.02.2017 - Schäden durch mangelnde Kühlung am Atomkraftwerk Leibstadt: 20 Organisationen richten Appell an Bundespräsidentin Leuthard 

30.09.2016 - OEKOSKOP 3/16: Atomunfall in der Schweiz: Ist der Notfallschutz bereit?


10.02.2017

Petition

Atomkraftwerk Leibstadt nicht ans Netz ohne Klarheit über Ursachen des teilweisen Kühlversagens


06.11.2016

Medienmitteilung des Komitees ‹ÄrztInnen für den Atomausstieg›

Schwerer Atomunfall: Wir Ärztinnen und Ärzte können kaum helfen

Explosion beim Atomkraftwerk Fukushima 2011. Quelle: ntv

Bei einem schweren Atomunfall könnten sie praktisch nicht helfen. Darum bitten über 300 Ärztinnen und Ärzte die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, am 27.11.2016 ein JA zum geordneten Atomausstieg in die Urnen zu legen. Dies geht aus Inseraten hervor, welche das Komitee ‹ÄrztInnen für den Atomausstieg› am Wochenende in der Sonntagspresse veröffentlicht hat.

Medienmitteilung


Inserate des Komitees ‹ÄrztInnen für den Atomausstieg›

in der Schweiz am Sonntag vom 6.11.2016

im Le Matin Dimanche vom 6.11.2016

in der Sonntagszeitung vom 13.11.2016

in der Schweiz am Sonntag vom 13.11.2016

Mitglieder des Komitees ‹ÄrztInnen für den Atomausstieg am 27.11.2016›


Medienecho


01.11.2016

Die Axpo- und Alpiq-Drohungen um Schadenersatz sind haltlos

Bund hilft AKW-Betreibern gegen Ersatzforderungen bei einem Atomunfall

Aufbereitung von Bodenproben nach einem schweren Atomunfall mit Austritt von Radioaktivität: Zivilschutzübung Basel-Stadt 2016. Foto: AefU

Das Komitee ‹ÄrztInnen für den Atomausstieg› ist empört über die von der Axpo und der Alpiq angedrohten Schadenersatzforderungen bei einem JA zum Atomausstieg am 27. November 2016. Sie stehen in keinem Verhältnis zum unsäglichen Leid, den gesundheitlichen Schäden über Generationen hinweg und den enormen Kosten eines schweren Unfalls in einem der überalterten Schweizer Atomkraftwerk (AKW). Die Drohungen sind umso haltloser, als das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Strahlenschutzverordnung zu Gunsten der AKW-Betreiber anpassen will. Die Anpassung soll die AKW-Betreiber bei einem Unfall vor zu vielen Schadenersatzforderungen aus der Bevölkerung schützen. Die ‹ÄrztInnen für den Atomausstieg› weisen die Axpo- und Alpiq-Drohungen und auch das Vorgehen des BAG als inakzeptabel zurück.

Medienmitteilung

Medienecho


28.10.2016

Offener Brief des ÄrztInnenkomitees für den Atomausstieg an Frau Bundesrätin Doris Leuthard

JA zum Atomausstieg: Ärztliches Plädoyer für die Gesundheit – JETZT und nicht erst in einigen Jahren !

Nachdenkliche Helvetia beim Halt in Basel. Foto: AefU

Sehr geehrte Frau Bundesrätin

Der Bundesrat und das Parlament hat 2011 die Energiewende unter dem Eindruck der Atomkatastrophe von Fukushima eingeleitet. Ausschlaggebend war dabei das Bewusstsein, dass die gewaltigen Risiken der Atomtechnologie für Leib und Leben höher gewichtet werden müssen als wirtschaftliche Gesichtspunkte. Ihre damalige magistrale Weitsicht im Dienste der Volksgesundheit verdient auch heute noch grosse Anerkennung. Ihre jetzige ablehnende Haltung zur Atomausstiegsinitiative enttäuscht uns jedoch. Sie verwässert das ursprüngliche, verantwortungsvolle Bekenntnis zum Verzicht auf die Kernenergie, ja sie gefährdet den Atomausstieg grundsätzlich.

Offener Brief


13.10.2016

Notfallschutz bei schweren Atomunfällen:

Der AKW-Unfall muss sich nach dem Zeitplan der Behörden richten

Schattenboxen mit der Radioaktivität: Probenahme bei der Zivilschutzübung zu einem Atomunfall in Basel 2016. Foto: AefU

Es war ausgerechnet die Schweizer Atomaufsichtsbehörde ENSI, die aus Fukushima nichts lernen und beim Schutz der Bevölkerung alles so belassen wollte, wie vor der Katastrophe in Japan. Auch deshalb gibt es heute in der Schweiz entgegen den Behauptungen unserer Atomaufsicht keine Katastrophenplanung, die auf die Bedingungen solch schwerer Atomunfälle abgestimmt ist. Das zeigen Recherchen der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU).

Medienmitteilung

OEKOSKOP 3/16: Atomunfall in der Schweiz – Ist der Notfallschutz bereit?

Stephanie Fuchs, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU), Redaktorin OEKOSKOP: Grosse Zweifel am Notfallschutz der Behörden

Dr. med. Peter Kälin, Co-Präsident Komitee ‹ÄrztInnen für den Atomausstieg›, Präsident ‹Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz› (AefU): Grobkonzepte statt Bevölkerungsschutz

Dr. med. Bettina Wölnerhanssen, Co-Präsidentin ‹ÄrztInnen für den Atomausstieg›, Mitglied ‹ÄrztInnen für soziale Verantwortung/zur Verhütung eines Atomkrieges› (PSR/IPPNW Schweiz): Gesundheitliche Folgen der Kernenergie: die Risiken und Nebenwirkungen übersteigen den Nutzen bei weitem


Werden Sie Mitglied im Komitee ‹ÄrztInnen für den Atomausstieg›

Medienecho


25.06.2015

Ärztinnen- und Ärzte-Demo vor dem Eigenössischen Nuklear-
sicherheitsispektorat (Ensi)

«Kopf hoch Ensi – fertig mit der Vogel-Strauss-Politik»

Foto: Über 40 Ärzte demonstrierten vor dem ENSI in Brugg

Im weissen Kittel und mit Stethoskop forderten heute rund 40 Ärztinnen und Ärzte vor dem Sitz unserer Atomaufsicht in Brugg (AG): «Kopf hoch Ensi – fertig mit der Vogel-Strauss-Politik». Denn: Unsere Atomaufsicht sieht sich offenbar mehr den Betreibern und dem Weiterbetrieb der AKW statt der Sicherheit der Bevölkerung verpflichtet. Dies zeigt eine Sammlung der wichtigsten Kritikpunkte am Ensi, die die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) zusammen getragen haben. 

Sie forderten heute deshalb Ensi-Direktor Hans Wanner auf, zur teils harschen Kritik Stellung zu beziehen.

Medienmitteilung

Oekoskop 2/15

27.08.2015 - Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI): Stellungnahme zu Ihrer Kritik am ENSI


Medienecho


11.06.2015

Radioaktiver Abfall: Vom Labor in die Kanalisation

Foto: Dave Joss

Nicht jeder radioaktive Abfall gilt als radioaktiv. Er darf deshalb legal z.B. via Kanalisation entsorgt werden. Das sei Umweltfrevel, sagen selbst Forscher, die z. B. mit Uranylacetat arbeiten. Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) fordern, dass diese sogenannten Freimengen z.B. beim radioaktiven und sehr giftigen Uranylacetat abgeschafft werden.

Medienmitteilung

Hintergrund: Auszug aus dem oekoskop 2/15

 

Medienecho:
13.07.2015 - Der Bund: Ärzte kritisieren Entsorgung von Gift aus Berner Uni-Labor


08.12.2014

Nationalrat nimmt Atomunfall in Kauf

Beznau: weltweit das älteste Atomkraftwerk in Betrieb (Foto: AefU)

Die AKW Beznau und Mühleberg sollen 60 Jahre, die AKW Gösgen und Leibstadt sogar 70 Jahre oder noch länger laufen dürfen: Der Nationalrat hat heute den gefährlichsten Weg gewählt. Die Konsequenz: In der Schweiz steigt das Risiko für einen Atomunfall.

Medienmitteilung der Allianz Atomausstieg

Kurzfilm «Fukushima im AKW Mühleberg: was wenn?»

******************************************************

04.12.2014

Erinnerung an das Atomausstiegs-Versprechen

137 heute amtierende Nationalrätinnen und Nationalräte haben sich in der Smartvote-Befragung 2011 zum Atomausstieg nach 50 Jahren bekannt. Anlässlich der Abstimmung über den Atomausstieg im Parlament erinnern nun die Organisationen Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) sowie oeku Kirche und Umwelt die Parlamentsmitglieder in einem Brief an dieses Wahlversprechen.

Medienmitteilung

Aefu/oeku-Brief an Mitglieder des Nationalrats, die sich 2011 zum Atomausstieg bekannt haben

2011 - smartvote zum Atomausstieg

******************************************************

28.10.2014

Jodtabletten schützen nur bedingt und schaffen keine Sicherheit

Film: ©AefU, Greenpeace & PSR/IPPNW 2012 (Anmerkung: 2014 wurde die Zone 2 auf 50km ausgeweitet)

Jodtabletten sind kein Wundermittel: Frühzeitig eingenommen schützen sie zwar gegen radioaktives Jod, nicht aber gegen weitere gefährliche Stoffe, die bei einem Atomunfall wie in Fukushima freigesetzt werden. Greenpeace Schweiz, die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) sowie die ÄrztInnen für soziale Verantwortung und zur Verhütung eines Atomkrieges (PSR/IPPNW Schweiz) haben heute an einem Mediengespräch in Bern über den Nutzen und die Grenzen der Verteilaktion informiert: Sie fordern die Behörden und Politik auf, wirksamere Massnahmen gegen die Risiken der Altreaktoren zu beschliessen.

Medienmitteilung

Medienecho

Referate:
- F. Kasser, Greenpeace
- A. Weidmann, AefU
- J. Fasnacht, PSR/IPPNW
- M. Munz, SP SH

******************************************************

22.10.2014

35 Organisationen machen Druck für Nachrüstungen in Mühleberg

Animation: ©AefU 2012


Der Berner Energiekonzern BKW verschleppt nun schon seit drei Jahren die geforderten Nachrüstungen am AKW Mühleberg. Das AKW Mühleberg verletzt mehrfach die offiziellen Risikogrenzwerte und soll deshalb nach Inkraftsetzung der Verfügung sofort ausser Betrieb genommen werden und nur dann wieder in Betrieb gehen können, wenn belegt ist, dass im AKW ausreichende Nachrüstungen durchgeführt worden sind. Deshalb fordern 35 Organisationen und Parteien – darunter auch die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) – eine Präzisierung der Verordnung zur Ausserbetriebnahme von Atomkraftwerken im Sinne einer superprovisorischen Verfügung.

Medienmitteilung

Schreiben an das UVEK: Betrifft: Ergänzung der Ausserbetriebnahmeverordnung des UVEK

******************************************************

19.12.2013

Petition mit 41'355 Unterschriften fordert AKW-Laufzeitbeschränkung von 40 Jahren

Zürich/Bern - Die Schweizerinnen und Schweizer sind keine Versuchskaninchen der Atomindustrie: Mit dieser Botschaft haben Greenpeace Schweiz, die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) sowie rund 30 weitere atomkritische Organisationen heute in Bern eine von 41'355 Menschen unterzeichnete Petition eingereicht. Sie verlangt eine Laufzeitbeschränkung von 40 Jahren für alle Schweizer Atomkraftwerke. Auf dem Bundesplatz haben Aktivistinnen und Aktivisten am frühen Morgen ein gelbgrün leuchtendes Mahnmal aufgestellt, um Bundesrat und Parlament über die Gefahren der ältesten Reaktoren der Welt aufzuklären.

Medienmitteilung

**************************

09.12.2013

Falsche Ensi-Zahlen bieten schlechten Notfallschutz

Zum Beispiel AKW Beznau: Das radioaktive Wasser würde direkt in die Aare fliessen. Foto: Greenpeace

Überholte Annahmen, vergessene Trinkwasserversorger und falsche Zahlen: Das ist die AefU-Bilanz zum Dokument des Eidgenössischen Sicherheitsinspektorats (Ensi) über radioaktives Wasser aus havarierten Atomkraftwerken (AKW) vom Oktober 2013.

Medienmitteilung

Ensi: Radiologische Schadstoffausbreitung in Fliessgewässern – mögliche Auswirkungen auf den Notfallschutz. ENSI-AN-8091, Brugg, 11.10.2013 (PDF)


Medienecho

Parlamentarische Vorstösse

**************************

Radioaktives Wasser aus havarierten Atomkraftwerken (AKW):

21.11.2013

Revision der Stilllegungs- und Entsorgungsfondsverordnung SEFV

Gesundheitspolitisch gesehen steht für die AefU die Sicherheit der Kernanlagen im Vordergrund, also die korrekte sicherheitstechnische Ausrüstung der Nuklearanlagen nach bestem Stand der Technik bis zu ihrer Stilllegung einerseits, der fachgerechte Rückbau und die fachgerechte Entsorgung der nuklearen Abfälle andererseits. Beides ist nach den uns zur Verfügung stehenden Informationen nicht gewährleistet (von der offenen Frage nach der Möglichkeit einer sog. Geologischen Endlagerung ganz abgesehen). Gemäss Nachfragen bei der ENSI stützt sich die Abschätzung der Stillegungs- und Entsorgungskosten ganz auf Angaben der Betreibergesellschaften. Diese sind nicht publiziert und bisher nicht zugänglich. Es ist stossend, wenn die Entscheidungsunterlagen quasi als Betriebsgeheimnis der Bürgergesellschaft auf Nachfrage hin vorenthalten wird. Dies stellt den Sinn einer Stellungnahme zu Finanzierung infrage. Zusammenfassend möchten wir festhalten, dass punktuelle Veränderungen der Verordnungen erst dann für die Zivilgesellschaft beurteilbar sind, wenn volle Transparenz gewährleistet wird und das verwirrliche Regelwerk durch absolute Transparenz und gute Kommunikation durchschaubar wird. 

Vernehmlassung

**************************

25.10.2013

Jodtabletten: Deal auf Kosten der Bevölkerung

Das veraltete AKW Mühleberg. Foto: Greenpeace

Als Folge von Fukushima hätten in der Schweiz die Jodtabletten neu in einem Umkreis von 100 Kilometern um die Atomkraftwerke (AKW) verteilt werden sollen. Doch die AKW-Betreiber wollten die Verteilung im 100-Kilometer-Radius nicht bezahlen. Darum soll er jetzt halbiert werden: Plötzlich erachten das Eidgenössische Nuklersicherheitsinspektorat (ENSI) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nur noch einen Radius von 50 Kilometern als notwendig. Dazu Peter Kälin, Präsident der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU): «Einmal mehr stellt das ENSI bei der Jodtablettenabgabe die finanziellen Interessen der AKW-Betreiber anscheinend über den Schutz der Menschen. Dieser Deal ist einer Aufsichtsbehörde unwürdig. Dass das BAG ebenfalls zurückkrebst untergräbt auch dessen Glaubwürdigkeit», so Kälin. Deshalb lehnen die AefU diesen Jodtabletten-Handel ab und fordern, dass die AKW-Betreiber als Verursacher die gesamten Kosten für eine Verteilung in einem 100-Kilometer-Radius übernehmen. Denn: Rechtzeitig eingenommen können die Jodtabletten verhindern, dass die menschliche Schilddrüse bei einem Atomunfall radioaktives Jod aufnimmt. Besser ist allerdings, so veraltete AKW wie z.B. in Mühleberg sofort abzuschalten.

Vernehmlassung

Medienecho 25.10.2013 – Tages-Anzeiger: Feilschen um die Jodtablette

**************************

22.08.2013

Notfallschutz bei schweren Atomunfällen: Erweiterte Jodtabletten-Verteilung, ja, aber...

Die AefU befürworten die erweiterte, vorsorgliche Abgabe von Jod-Tabletten in einem Umkreis von hundert Kilometern um die Schweizer AKW. Die AefU lehnen aber ab, dass die Kantone diese Massnahme bezahlen sollen. Denn: Die bisher getroffenen Annahmen für den Notfallschutz bei schweren Atomunfällen waren viel zu optimistisch, wie unser Kurzfilm «Fukushima in Mühleberg – was wenn?» zeigt: Die Menschen können nicht geschützt werden. Deshalb kann die Einnahme von Jodtabletten im Falle eines Atomunfalls nicht die einzige Massnahme sein wie Tschernobyl und Fukushima in drastischer Weise vor Augen geführt hat. Die Verbesserung des Notfallschutzes bezüglich Jod-Tabletten ändert nichts am immensen Schadenspotential, welches die Atomenergie in sich birgt.. Deshalb befürworten die AefU die sofortige Abschaltung zumindest der Uraltreaktoren der AKW Mühleberg und Beznau und klar definierte Laufzeiten für die andren AKW.


Vernehmlassung

**************************

26.06.2013

Kernenergiehaftpflichtverordnung: Die AKW-Betreiber sollen vollständig haften

Foto: Greenpeace

Für die AefU gibt es keinen Grund, die Haftung der AKW-Betreiber auf 1.2 Mia Euro zu beschränken, wie es der Bundesrat in seiner revidierten Kernenergiehaftpflichtverordnung (KHV) vorsieht. Auch bei der Atomenergie sollte – wie im Umweltschutzgesetz selbstverständlich – das Verursacherprinzip gelten. Eine solche Beschränkung der Haftung für Schäden aus AKW-Unfällen entspricht einer indirekten Subventionierung der AKW-Betreiber. Dies, weil die SteuerzahlerInnen bei einem schweren Atomunfall nicht nur flüchten bzw. das grosse Leid tragen müssen, sondern auch noch für die Mehrkosten aufkommen sollen. Dies widerspricht eklatant den Interessen der Schweizer Bevölkerung. Die AefU lehnen diese Revision deshalb ab und fordern, dass die AKW-Betreiber für Schäden vollständig haften.

Vernehmlassung

**************************

23.04.2013

Internes Papier des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) zeigt:

Atomaufsicht unterläuft bundesrätlichen Auftrag

Anstatt die behördlichen Unfallszenarien auftragsgemäss mit einem schweren Atomunfall wie in Fukushima zu ergänzen, erklärt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) einen solchen Unfall schlicht als «so unwahrscheinlich», dass der Aufwand für den Notfallschutz der Bevölkerung «nicht mehr angemessen» sei. Darum müsse der Schutz der Bevölkerung bei einem solch schweren Atomunfall nicht geplant werden. Peinlich nur: das Ensi stützt sich dabei auf veraltete, internationale Vorgaben. Dies geht aus einem internen Ensi-Dokument hervor, das die AefU heute veröffentlichen. Die AefU fordern, dass das Ensi das Versäumte nachholt und das Szenario eines extremen Atomunfalls aufnimmt.

Medienmitteilung

Echo:
21.12.2012 - ENSI:
Überprüfung der Referenzszenarien für die Notfallplanung in der Umgebung der Kernkraftwerke, Entwurf

13.06.2013 - Interpellation 13.3443 von Nationalrat Philipp Hadorn (SP): AKW-Gefahr. Extremereignis in Szenarien aufnehmen

*************************

16.01.2013

AefU-Stellungnahme zur Energiestrategie 2050 des Bundesrats

Foto: Martin Forter

Der Bundesrat geht einen weiteren Schritt, um die Energiewende in der Schweiz zu konkretisieren. Er bekräftigt insbesondere den Verzicht auf den Neubau von Atomkraftwerken, den Ausbau der erneuerbaren Energien, Effizienzziele sowie strengere Vorschriften und weitere Massnahmen, um den Energieverbrauch von Gebäuden und Fahrzeugen zu senken. Um die Energiestrategie 2050 richtig aufzugleisen, braucht es aber eindeutige politische Rahmenbedingungen wie eine Laufzeitbeschränkung für Atomkraftwerke sowie eine sehr rasche Umsetzung klarer und griffiger Massnahmen im Effizienz- und Sparbereich, die über das Vorgeschlagene hinausgehen. Nur so können sich Verbraucher, Produzenten und Investoren auf die neue Energiepolitik einstellen, Nutzen daraus ziehen und ihren Anteil beitragen. Und vor allem können nur so mögliche Risiken und daraus resultierend gesundheitliche Schäden schnell minimiert werden.

AefU-Vernehmlassung

*************************

15.01.2013

Stellungnahme zum Bericht «Zukunft Stromversorgung» der Akademien der Wissenschaften

Foto: Martina Staenke

Die Kurzfassung des Berichts «Zukunft Stromversorgung» der Schweizerischen Akademien der Wissenschaften erweckt den Eindruck, dass die Akademien neben den energiepolitischen Aspekten auch das menschliche Wohlbefinden und die Nachhaltigkeit betonen. Im Bericht selbst aber gehen die Akademien kaum auf die gesundheitliche Relevanz der einzelnen Stromproduktionsarten ein. Dies sowohl was die Rohstoffgewinnung, den Routinebetrieb einer Anlage, den Unfall, den Notfallschutz und die Entsorgung angeht. Die AefU und die «ÄrztInnen für soziale Verantwortung und gegen den Atomkrieg» (PSR/IPPNW) haben in einer Stellungnahme diese Defizite beschrieben. Grundlage dazu ist die von der Akademie selbst festgelegte Definition des Wohlergehens und der Nachhaltigkeit. Aus der Kurz- und Langfassung werden anhand von Zitaten, die sich auf Wohlergehen und Nachhaltigkeit beziehen, eigene Ergänzungen beigefügt. Aufgrund einer Risikoabschätzung mit dem Hauptfokus auf menschliches Wohlergehen und Gesundheit, erfolgt am Schluss – im Gegensatz zur Akademie – eine Bewertung aus heutiger Sicht.

Gemeinsame Stellungnahme von AefU und PSR/IPPNW

*************************

06.09.2012

Fukushima in Mühleberg - was wenn?

185’000 Menschen im Gebiet von Mühleberg über Bern und Sursee bis zur Reuss müssen ihre Häuser für immer verlassen. 10’000 km2 Land sind kontaminiert. Das entspricht einem Viertel der Fläche der Schweiz. Der Aufenthalt am Bielersee ist gefährlich: Der See strahlt über Jahrzehnte stark radioaktiv. Mit anderen Worten: Passiert Fukushima im AKW Mühleberg, sind weite Teile der Schweiz zerstört. Dies zeigt der neue, animierte Kurzfilm «Was passiert, wenn Fukushima in Mühleberg geschieht?», den die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU), die Ärztinnen und Ärzte für soziale Verantwortung (PSR/IPPNW) sowie Greenpeace heute an einer Medienkonferenz in Bern präsentierten. Der Film basiert auf den Resultaten einer neuen Studie des renommierten Öko-Instituts Darmstadt. Er zeigt: Geschieht Fukushima im AKW Mühleberg sind weite Teile der Schweiz zerstört. Deshalb gehört der Altreaktor sofort abgeschaltet.


Medienmitteilung (PDF)

Hintergrundinfos (PDF)

Ist meine Gemeinde betroffen? (PDF)

Studie vom Öko-Institut Darmstadt (Küppers/Ustohalova): "Mögliche Folgen eines Unfalls im KKW Mühleberg bei ähnlichen Freisetzungen radioaktiver Stoffe wie aus einem Block des KKW Fukushima-Daiihi." (PDF)

  • Christian Küppers: "Was wären die Folgen einer ähnlichen Freisetzung radioaktiver Stoffe wie in Fukushima?" (PDF)
  • Dr. med. Peter Kälin, Präsident Aefu: "Die Menschen können nicht geschützt werden" (PDF)
  • Dr. med. Claudio Knüsli, Vorstand PSR/IPPNW: "Ärzte können der Bevölkerung nicht helfen" (PDF)
  • Florian Kasser, Greenpeace: "Katastrophenschutz: Entweder - oder" (PDF)

Download Film "Fukushima im AKW Mühleberg"


Echo:


06.09.2012, 18:44 - Medienmitteilung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats: Die Schweiz hat auch im Notfallschutz Lehren aus Fukushima gezogen

19.9.2012 - Stellungnahme der drei eidgenössischen Kommissionen mit Aufgaben im Radioaktivitätsbereich zum Bericht IDA NOMEX vom 22.6.2012

28.9.2012 - Interpellation 12.3959 von Nationalrat Beat Jans (SP): Katastrophenhilfe im Falle schwerer AKW-Unfälle

04.12.2012 - Interpellation 12.4047 von Nationalrat Philipp Hadorn (SP): AKW-Unfälle. Massnahmen beim Austritt von kontaminiertem Wasser

*************************

04.07.2012

Schwere Mängel beim Katastrophenschutz

Das AKW Leibstadt (Foto: Greenpeace)

In der Schweiz ist der Schutz der Bevölkerung bei schweren Unfällen in Atomkraftwerken (AKW) nicht gewährleistet. Dies geht aus dem Bericht der interdepartementalen Arbeitsgruppe IDA NOMEX an den Bundesrat hervor, den der Bundesrat heute veröffentlicht hat. Darum fordern die AefU die Stilllegung zumindest der Alt-AKW Mühleberg und Beznau.

Medienmitteilung

Ida Nomex Bericht

*************************

01.03.2012

Stadt Bern soll sich tatkräftig gegen das AKW Mühleberg einsetzen

Atomkatastrophe im AKW Mühleberg - Fotomontagen Greenpeace Schweiz

26 Organisationen – darunter die AefU – verlangen in einem offenen Brief vom 29. Februar 2012 vom Gemeinderat der Stadt Bern, dass dieser sich gegen die unbefristete Bewilligung des AKW Mühleberg wehrt und dem Unterstützungsverein zur Beschwerde gegen das AKW vor Bundesverwaltungsgericht, dem „Komitee Mühleberg Ver-fahren“, beitritt.

Medienmitteilung (doc)

***************************

01.02.2012

Atomkatastrophe: BABS präsentiert veraltete Konzepte als Neu

«Wir sind noch nicht so weit, wie wir sein sollten». Babs-Direktor Scholl am 31.1.2012 in Bern. Foto: Martin Forter

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) lässt in Zusammenarbeit mit den Standortkantonen neues Informationsmaterial zum Verhalten bei schweren Unfällen in Atomkraftwerken (AKW) verteilen. Die Kantone hätten über nichts Aktuelles mehr verfügt, so das BABS heute an einer Medienkonferenz in Bern. Doch was das BABS heute als Neuheit anpries, ist längst veraltet. Denn: Die Erkenntnisse aus der Atomkatastrophe von Fukushima hat das BABS bis heute nicht berücksichtigt. „Wir sind noch nicht so weit, wie wir sein sollten“, so BABS-Direktor Willi Scholl an der heutigen Medienkonferenz. Somit ist für die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (Aefu) klar: der Katastrophenschutz ist bei schweren Atomunfällen nicht gewährleistet, wie es das Gesetz verlangt. Deshalb fordern die AefU insbesondere die sofortige Stilllegung der alten AKW Mühleberg und Beznau.


Medienmitteilung (PDF)

***************************